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»Brauche ich Lehrbücher & Prüfungs-Fragebögen?« Was brauche ich wirklich? - Sportbootführerschein Binnen

In diesem Abschnitt befassen wir uns mit einer Frage, die du garantiert aus voller Brust mit »Ja, selbstverständlich! Gibt's da überhaupt eine Frage?« beantworten würdest:

»Brauche ich Lehrbücher & Prüfungs-Fragebögen?«

Lass uns das Thema mal völlig nüchtern aus deiner Perspektive beantworten und die Frage ein bisschen umformulieren:

»Nutzen mir Lehrbücher und Fragebögen
zur Vorbereitung auf die Prüfungen?
«

Die Zusammenfassung für Lese-Faule:

Ja, wenn du viel Zeit und Geduld hast. Lehr-Bücher sind für die Lehre gemacht. Es dauert viel Zeit, sie zu verstehen.

Gefahr! Hüte dich vor Halb-Wissen! "Ganz oder gar nicht" ist die Devise in diesen Prüfungen.

Nein, wenn du die Prüfungen schnell hinter dich bringen willst. Halb-Wissen ist der gefährlichste Zustand, mit dem du in die Prüfungen gehen kannst.

Hintergrund

Die Prüfungs-Fragen haben jeweils 4 vorgegebene Antworten. Da die Fragen-Erfinder das Prinzip von "Multiple-Choice" nicht wirklich verstanden haben, zwingen sie uns zu entweder ganz oder gar nicht. Also "wissen".

Nur einen Weg schließen sie aus: "Ein bisschen Wissen". Wenn du mit "ein bisschen Wissen" in die Prüfung gehst, wirst du gnadenlos untergehen.

... Nun ist es an dir: Welchen Weg willst du wählen? Den des "ganzen Wissens"? Oder den des "gar nicht Wissens"?

Die Fragen für die Theorie-Prüfung wurden von echten Korinthenkackern erfunden. Leute, die viel Zeit damit verbringen, Gesetze zu wälzen und Regeln zu interpretieren. Also haben sie sich auch sehr viel Mühe gegeben, die verschiedenen Gesetze und Regeln, die für uns auf dem Wasser gelten auseinanderzuklauben und in Fragen zu verpacken.

Das mag Juristen feuchte Hosen bescheren. Der Rest von uns kann damit nicht viel anfangen. ... Und damit beginnt unser Problem...

Option 1 Schnell und sicher durch die Prüfungen

Wenn du schnell & sicher durch die Prüfungen kommen willst, solltest du unbedingt Lehrbücher meiden, wie der Teufel das Weihwasser.

Vermeide Halbwissen! Wenn du dir nicht die erforderliche Zeit (mindestens 6 Monate - etwa 2 Jahre) für die LEHRE der Lehr-Bücher nehmen willst, dann meide die Lehrbücher!

Nicht, dass die Bücher schlecht sind. Im Gegenteil. Sie meinen es ZU GUT. Sie sind vollgestopft mit Wissen. Neuem Wissen. Viel Wissen. Und das wäre auch wirklich super, wären da nicht die vorgegebenen Antworten bei den Prüfungsfragen.

Diese Antworten unterscheiden sich oft nur in winzigen Details. Und noch öfter sind die falschen Details so nahe am Gesetzestext angelehnt, dass man sie nur mit sicherem Fachwissen unterscheiden kann.

Prüfungs-Tipp Lerne einfach die Fragen auswendig. Nicht nachdenken. Nicht hinterfragen. Nur stur auswendig lernen.

Um aber dieses "sichere Fachwissen" zu erwerben, brauchst du Zeit ... viel Zeit. Monate. Jahre vielleicht. (Unter 6 Monaten geht kaum etwas. Eher solltest du 1 - 2 Jahre einplanen, um wengistens die Grundlagen zu verstehen.)

Option 2 »Ich will es ganz genau wissen!«

Falls du zu den Typen gehörst, die es immer ganz genau wissen wollen, dann sind Lehrbücher gut und richtig für dich.

Vermeide Halbwissen! Wenn du dir nicht die erforderliche Zeit (mindestens 6 Monate - etwa 2 Jahre) für die LEHRE der Lehr-Bücher nehmen willst, dann meide die Lehrbücher!

Dummerweise aber nicht die Lehrbücher für die Sportbootführerscheine. Also jedenfalls nicht für das "genau wissen wollen". Denn die Prüfungen zu den Sportbootführerscheinen verlangen nur Grundlagen-Wissen. Obendrein noch sehr viel Theorie, mit der du in der Praxis nichts oder nur sehr wenig anfangen kannst.

Du solltest dir also einen ganzen Pool an Büchern zulegen, mit dem du dich in den kommenden Jahren, die du mit der Vorbereitung auf die Prüfungen verbringst, beschäftigen kannst.

Manche können es ja partout nicht lassen und wollen unbedingt Geld zum Fenster rauswerfen. Wenn du dazu gehörst, dann nimm wenigstens eines der besten Lehrbücher auf dem Markt...

Nach ca. 1 - 2 Jahren wirst du imstande sein, die Prüfungen für die Sportbootführerscheine abzulegen. Denn dann hast du das dafür erforderliche Wissen abrufbereit im Kopf. Allerdings kaum früher. Und das auch nur bei regelmäßiger Beschäftigung mit dem Stoff...

Prüfungs-Tipp Lerne erst mal für die Prüfungen. Bestehe sie. Kaufe dir dann gute Fachbücher. Und die liest du, während du den Bauch auf deinem Boot in die Sonne hältst...

Um praxis-taugliches Wissen zu erwerben, geht im Wassersport nichts über die eigene Erfahrung. Statt Bücher zu kaufen, solltest du lieber Kurse belegen. Davon gibt es unzählige. Und die meisten sind - im Gegensatz zu den "Führerschein-Kursen" - auch wirklich gut und lehrreich.

Prüfungs-Fragebögen machen Sinn! ... wenn man weiß, welchen man in der Prüfung vorgesetzt bekommt.

Auch die Prüfungs-Fragebögen werden immer wieder gern gekauft. Die meisten Leute kaufen sie völlig gedankenlos. Etliche von ihnen im Aberglauben, dass, wenn sie die Fragebögen erst mal haben, die Prüfung wie durch ein Wunder leichter werden würde.

Wir wollen (und können) dich von diesem Aberglauben nicht abhalten. Aber wenn du deinen Verstand benutzen willst, können wir dich auf einen nicht ganz unwichtigen Punkt hinweisen:

Solange du nicht weißt, welchen Fragebogen du in der Prüfung bekommen wirst, musst du notgedrungen sowieso alle Fragen lernen.

Und die Fragebögen sind nichts anderes, als ein in Blöcke von je 30 Fragen eingeteilter Fragenkatalog. Mit einem einzigen Unterschied: Der Fragenkatalog ist kostenlos. Die Prüfungsfragebögen kosten 20 Euro...

Die Fragebögen brauchst du so dringend, wie eine zweite Nase im Gesicht. ... Aber wenn du unbedingt eine haben willst: Hier gibt's sie für 20 Euro zu kaufen...

Unser Rat für dich: Probieren geht über Studieren!

Wir können es absolut verstehen - und wir unterstützen dich dabei nach Kräften -, wenn du wirklich "eintauchen" willst. Wenn du verstehen willst. Wenn du nicht nur "für die Prüfung nachplappern und dann schnell vergessen" willst. Wenn du dich von den Affen auf dem Wasser, die Backbord nicht von Steuerbord unterscheiden können, obwohl sie einen Sportbootführerschein haben, unterscheiden willst...

Und genau deshalb geben wir dir einen gut gemeinten Rat:

  • 1. Lerne für die Prüfung.

    Bringe sie so schnell es geht hinter dich. Diese Prüfungen sind so theoretisch, wie es korinthenkackende Gesetzes-Ausleger nur machen können.

  • 2. Besorge dir NACH DER PRÜFUNG gute Bücher.

    Davon gib's einen ganzen Haufen. Dann fahre mit deinem Boot raus, lege dich aufs Vorschiff oder in die Plicht und lies sie. Direkt in der Praxis. Schaue dir in der Praxis an, was du da im Buch liest. So verstehst und lernst du am schnellsten.

  • 3. Besuche NACH DER PRÜFUNG Kurse in Fahrschulen.

    Im Gegensatz zu den "Führerschein-Kursen" sind die meisten Praxis-Kurse in den Fahrschulen hervorragend geeignet, um praxis-taugliches Wissen aufzubauen und sich gleichzeitig wie im Urlaub zu fühlen...

Und - ganz egal, was du davon tatsächlich nutzt - vermeide die "Lehrbücher" im Wassersport. Sie alle bedienen vor allem einen Punkt: Deine Angst vor der Prüfung. Darüber werden sie verkauft. Und dafür werden sie geschrieben. "Wissen" kommt darin nur so weit vor, wie die Prüfung es erfordert. ... Doch - wir sagten es schon - die Prüfungen haben mit der Praxis nur wenig zu tun...

Praxis-Tipp An Fachliteratur kann man sich auch im Wassersport totkaufen. Die sinnloseste Investition sind dabei die "Lehrbücher". Spare das Geld. Investiere es lieber in ein gutes Fachbuch. Davon hast du auch - und vor allem - nach der Prüfung sehr viel mehr, als von dem "Angst-Kauf für die Prüfung".

Praxis-Tipp Im Wassersport ist "Probieren geht über Studieren" keine leere Phrase. Du lernst sehr viel effektiver und schneller, wenn du dein Wissen auf dem praktischen Weg erwirbst und mit Büchern nur verfeinerst. Deshalb: Besuche Weiterbildungs-Kurse in Fahrschulen! Anders als die "Führerschein-Kurse" taugen die meisten Praxis-Kurse in den Fahrschulen durchaus...

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